Ausgewählte Schweizer Seen entdecken

Wie tief sind die Seen der Schweiz?

Ein interaktiver Vergleich bedeutender Natur- und Stauseen aus allen Landesteilen – mit eingeordneten Fakten, historischen Geschichten und anschaulichen Vergleichen.

Seen vergleichen
Wasseroberfläche
372 mungefähre maximale Tiefe des Lago Maggiore
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4Sprachregionen berücksichtigt

Interaktiver Vergleich

Ausgewählte Seen nach Tiefe vergleichen

Suche nach Name, Kanton oder Region. Bei Stauseen können Wasserspiegel und nutzbare Tiefe je nach Betriebszustand schwanken.

Tiefenprofil

Jeder Meter erzählt Landschaftsgeschichte.

Viele grosse Alpenrandseen liegen in Becken, die durch Gletscher vertieft wurden. Hochalpine Seen sind häufig kleiner und liegen spektakulär hoch. Stauseen zeigen, wie Topografie, Energieversorgung und Wasserwirtschaft zusammenspielen.

Wusstest du schon?

Fakten, die im Gedächtnis bleiben

Die Aussagen wurden sprachlich präzisiert und auf überprüfbare Kernaussagen reduziert.

Tiefer als der Eiffelturm hoch ist

Mit rund 372 Metern maximaler Tiefe ist der Lago Maggiore tiefer als die heutige Gesamthöhe des Eiffelturms von rund 330 Metern.

Pfahlbauten als Unterwasserarchive

An zahlreichen Schweizer Seeufern liegen Überreste prähistorischer Pfahlbausiedlungen. 56 Fundstellen in der Schweiz gehören zum seriellen UNESCO-Welterbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen».

Wasser als Energiespeicher

Pumpspeicherwerke können Wasser in ein höher gelegenes Becken pumpen und später zur Stromproduktion durch Turbinen ablassen. Der See wird damit Teil eines grossen Speichersystems.

Drei Staaten am Bodensee

Die Schweiz, Deutschland und Österreich grenzen an den Bodensee. Zwischen den drei Staaten ist keine klassische völkerrechtliche Grenze für den gesamten See festgelegt; es bestehen technische Abgrenzungen und unterschiedliche Rechtsauffassungen.

Seen dämpfen Temperaturschwankungen

Grosse Wassermassen erwärmen und kühlen sich langsamer als Landflächen. Dadurch können Seen das lokale Klima an ihren Ufern beeinflussen.

Von Eis geformte Landschaften

Viele Schweizer Seebecken wurden während der Eiszeiten durch Gletscher ausgeschürft oder vertieft. Nach dem Rückzug des Eises füllten sie sich mit Schmelz- und Niederschlagswasser.

Historische Perspektiven

Seen als Verkehrswege, Lebensräume und Inspirationsorte

Letzte Eiszeit

Gletscher prägen die Seebecken

Während der Eiszeiten bedeckten mächtige Gletscher grosse Teile der heutigen Schweiz. Ihre Erosion und die späteren Ablagerungen prägten zahlreiche heutige Seebecken.

Jungsteinzeit und Bronzezeit

Siedlungen an Seen und Feuchtgebieten

Zwischen ungefähr 5000 und 500 v. Chr. entstanden im Alpenraum zahlreiche Siedlungen an Seeufern, Flüssen und Feuchtgebieten. Erhaltene Bauteile liefern aussergewöhnliche Einblicke in frühe bäuerliche Gesellschaften.

Antike bis Neuzeit

Wasserwege für Menschen und Güter

Wo Strassen langsam oder beschwerlich waren, erleichterten Seen den Transport schwerer Waren. Häfen und Uferorte entwickelten sich zu regionalen Verkehrsknoten.

1816

Mary Shelley am Genfersee

Mary Shelley hielt sich im regnerischen Sommer 1816 in der Region des Genfersees auf. Im Umfeld der berühmten Erzählrunde in der Villa Diodati entwickelte sie die Geschichte, aus der «Frankenstein» hervorging.

19. Jahrhundert

Dampfschiffe fördern den Tourismus

Die Dampfschifffahrt machte See- und Alpenlandschaften leichter zugänglich. Hotels, Ausflugsangebote und später Bergbahnen entwickelten sich entlang wichtiger Routen.

20. Jahrhundert

Stauseen verändern die Energieversorgung

Grosse Talsperren wurden zu zentralen Bestandteilen der Schweizer Wasserkraft. Gleichzeitig veränderten sie Landschaften, Wasserhaushalt und lokale Lebensräume.

Anschauliche Vergleiche

So lassen sich die Grössen einordnen

ca. 1.13×Eiffelturm

372 Meter entsprechen ungefähr dem 1,13-Fachen der heutigen Gesamthöhe des Eiffelturms.

ca. 3.8 kmTitanic-Wrack

Das Titanic-Wrack liegt im Nordatlantik ungefähr zehnmal tiefer als die grösste Tiefe des Lago Maggiore.

2364 mLac des Dix

Die angegebene Höhenlage bezieht sich auf den maximalen Stauspiegel. Der tatsächliche Wasserspiegel verändert sich mit dem Betrieb des Speichers.

rund 89 km³Genfersee

Das Wasservolumen des Genfersees wird üblicherweise mit ungefähr 89 Kubikkilometern angegeben.

Methodik und Transparenz

Wie die Angaben zu lesen sind

Maximale Tiefe

Gezeigt wird die publizierte oder kartografisch ausgewiesene maximale Tiefe. Werte können je nach Quelle, Messmethode, Rundung und Wasserstand leicht voneinander abweichen.

Grenzseen

Genfersee, Bodensee, Lago Maggiore und Luganersee werden als gesamte Gewässer betrachtet, auch wenn nur ein Teil in der Schweiz liegt.

Keine Vollerhebung

Die Website zeigt eine kuratierte Auswahl bedeutender Natur- und Stauseen. Die Schweiz besitzt rund 1500 Seen; Kleinstgewässer und viele alpine Seen fehlen in dieser Übersicht.

Quellen und Prüfstand

Grundlagen des Faktenchecks

Redaktionell überprüft am 3. August 2026. Für Navigation, Forschung und Sicherheitsentscheidungen sind die jeweils aktuellen amtlichen Geodaten massgebend.

swisstopo

Landeskarten, Seetiefen-Signaturen und das bathymetrische Höhenmodell swissBATHY3D.

Seetiefen bei swisstopo

BAFU

Hydrologische Daten, Angaben zur Wasserqualität und Informationen zu regulierten Schweizer Seen.

Informationen des BAFU

UNESCO und Fachquellen

Welterbe-Informationen zu Pfahlbauten und zur Landschaftsgeschichte sowie etablierte historische Referenzen.

UNESCO-Pfahlbauten