Interaktiver Vergleich
Ausgewählte Seen nach Tiefe vergleichen
Suche nach Name, Kanton oder Region. Bei Stauseen können Wasserspiegel und nutzbare Tiefe je nach Betriebszustand schwanken.
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Tiefenprofil
Jeder Meter erzählt Landschaftsgeschichte.
Viele grosse Alpenrandseen liegen in Becken, die durch Gletscher vertieft wurden. Hochalpine Seen sind häufig kleiner und liegen spektakulär hoch. Stauseen zeigen, wie Topografie, Energieversorgung und Wasserwirtschaft zusammenspielen.
Wusstest du schon?
Fakten, die im Gedächtnis bleiben
Die Aussagen wurden sprachlich präzisiert und auf überprüfbare Kernaussagen reduziert.
Tiefer als der Eiffelturm hoch ist
Mit rund 372 Metern maximaler Tiefe ist der Lago Maggiore tiefer als die heutige Gesamthöhe des Eiffelturms von rund 330 Metern.
Pfahlbauten als Unterwasserarchive
An zahlreichen Schweizer Seeufern liegen Überreste prähistorischer Pfahlbausiedlungen. 56 Fundstellen in der Schweiz gehören zum seriellen UNESCO-Welterbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen».
Wasser als Energiespeicher
Pumpspeicherwerke können Wasser in ein höher gelegenes Becken pumpen und später zur Stromproduktion durch Turbinen ablassen. Der See wird damit Teil eines grossen Speichersystems.
Drei Staaten am Bodensee
Die Schweiz, Deutschland und Österreich grenzen an den Bodensee. Zwischen den drei Staaten ist keine klassische völkerrechtliche Grenze für den gesamten See festgelegt; es bestehen technische Abgrenzungen und unterschiedliche Rechtsauffassungen.
Seen dämpfen Temperaturschwankungen
Grosse Wassermassen erwärmen und kühlen sich langsamer als Landflächen. Dadurch können Seen das lokale Klima an ihren Ufern beeinflussen.
Von Eis geformte Landschaften
Viele Schweizer Seebecken wurden während der Eiszeiten durch Gletscher ausgeschürft oder vertieft. Nach dem Rückzug des Eises füllten sie sich mit Schmelz- und Niederschlagswasser.
Historische Perspektiven
Seen als Verkehrswege, Lebensräume und Inspirationsorte
Gletscher prägen die Seebecken
Während der Eiszeiten bedeckten mächtige Gletscher grosse Teile der heutigen Schweiz. Ihre Erosion und die späteren Ablagerungen prägten zahlreiche heutige Seebecken.
Siedlungen an Seen und Feuchtgebieten
Zwischen ungefähr 5000 und 500 v. Chr. entstanden im Alpenraum zahlreiche Siedlungen an Seeufern, Flüssen und Feuchtgebieten. Erhaltene Bauteile liefern aussergewöhnliche Einblicke in frühe bäuerliche Gesellschaften.
Wasserwege für Menschen und Güter
Wo Strassen langsam oder beschwerlich waren, erleichterten Seen den Transport schwerer Waren. Häfen und Uferorte entwickelten sich zu regionalen Verkehrsknoten.
Mary Shelley am Genfersee
Mary Shelley hielt sich im regnerischen Sommer 1816 in der Region des Genfersees auf. Im Umfeld der berühmten Erzählrunde in der Villa Diodati entwickelte sie die Geschichte, aus der «Frankenstein» hervorging.
Dampfschiffe fördern den Tourismus
Die Dampfschifffahrt machte See- und Alpenlandschaften leichter zugänglich. Hotels, Ausflugsangebote und später Bergbahnen entwickelten sich entlang wichtiger Routen.
Stauseen verändern die Energieversorgung
Grosse Talsperren wurden zu zentralen Bestandteilen der Schweizer Wasserkraft. Gleichzeitig veränderten sie Landschaften, Wasserhaushalt und lokale Lebensräume.
Anschauliche Vergleiche
So lassen sich die Grössen einordnen
372 Meter entsprechen ungefähr dem 1,13-Fachen der heutigen Gesamthöhe des Eiffelturms.
Das Titanic-Wrack liegt im Nordatlantik ungefähr zehnmal tiefer als die grösste Tiefe des Lago Maggiore.
Die angegebene Höhenlage bezieht sich auf den maximalen Stauspiegel. Der tatsächliche Wasserspiegel verändert sich mit dem Betrieb des Speichers.
Das Wasservolumen des Genfersees wird üblicherweise mit ungefähr 89 Kubikkilometern angegeben.
Methodik und Transparenz
Wie die Angaben zu lesen sind
Maximale Tiefe
Gezeigt wird die publizierte oder kartografisch ausgewiesene maximale Tiefe. Werte können je nach Quelle, Messmethode, Rundung und Wasserstand leicht voneinander abweichen.
Grenzseen
Genfersee, Bodensee, Lago Maggiore und Luganersee werden als gesamte Gewässer betrachtet, auch wenn nur ein Teil in der Schweiz liegt.
Keine Vollerhebung
Die Website zeigt eine kuratierte Auswahl bedeutender Natur- und Stauseen. Die Schweiz besitzt rund 1500 Seen; Kleinstgewässer und viele alpine Seen fehlen in dieser Übersicht.
Quellen und Prüfstand
Grundlagen des Faktenchecks
Redaktionell überprüft am 3. August 2026. Für Navigation, Forschung und Sicherheitsentscheidungen sind die jeweils aktuellen amtlichen Geodaten massgebend.
swisstopo
Landeskarten, Seetiefen-Signaturen und das bathymetrische Höhenmodell swissBATHY3D.
Seetiefen bei swisstopoBAFU
Hydrologische Daten, Angaben zur Wasserqualität und Informationen zu regulierten Schweizer Seen.
Informationen des BAFUUNESCO und Fachquellen
Welterbe-Informationen zu Pfahlbauten und zur Landschaftsgeschichte sowie etablierte historische Referenzen.
UNESCO-Pfahlbauten